Aschaffenburger Volksmund

Wir „Ascheberscher“ sind sehr stolz auf unser Dialekt, das weder Hessisch noch Bayerisch ist, sondern einfach original!image

Kein anderer außer URBAN PRIOL trägt unsere schöne Mundart über die Grenzen Aschaffenburgs hinaus:

Mit TILT dem Jahresrückblick (unbedingt gucken 😉 )hat er unseren Dialekt deutschlandweit berühmt gemacht und ist einer der ganz Großen (wenn nicht sogar der Beste) Comedian Deutschlands.

Priol hat eine Vielzahl an Auszeichnungen verliehen bekommen, darunter:

Quelle

Ich bin kein Comedy-Fan, aber Priol gefällt mir wirklich sehr. Ich habe ihn auch schon persönlich bedient und man sieht den Herren (ohne die typisch- wilde Mähne) oftmals in Aschaffenburg herum spazieren.

Hier ein kleines Gedicht meiner geliebten Heimat in Mundart:

Zwä Bube angele am Mä’,
Am erste Brückebouge,
Da, wo das Schlachthausblut ’rein lääft,
Da wer’n viel Fisch’ gezouge.

Der ä, der hot e Hütche uff

Mit ausgefranste Zacke,
De anner ’n blanke Schtiftekopp
Un ’n ganz dicke Backe.

Uff ämol ruft es von de Brück’,

»0 jesses, o Gewidder!
Was hawwese mit mei’m Hannes gemacht,
Was bot dann der scho’ widder?

Hannes! Du host ja e ganz dick G’sicht!

Hoste Hieb’ kriegt? Wors e Schnacke,
Wie kammer nor da angele
Mit sou ’m dicke Backe?«

Da ruft de Bu’ mit halber Stimm’,

Bringts Maul kaum ausenanner:
»Da hab’ ich ja mei’ Wermche drin,
Sunst nimmt mer se de Anner!«

Quelle

Und jetzt die Übersetzung (ich hoffe, ich mache alles richtig- Tina, wenn ich etwas falsch übersetzt habe, dann kannst du es ja ausbessern, ne?)

Zwei Buben angeln am Main,
Am ersten Brückenbogen
Dort wo das Schlachthausblut rein läuft
Werden viele Fische gezogen (geangelt)

Der eine hat ein Hütchen auf,
mit ausgefranzten Zacken,
Der Andere hat einen Kurzhaarschnitt
Und ganz dicke Backen

Auf einmal ruft es von der Brücke:
„Oh Jesus, oh Gewitter,
Was haben sie mit meinem Hannes gemacht,
Was hat denn der schon wieder?“

Da ruft der Bub mit halber Stimme,
Bringt den Mund kaum auf
„Da habe ich doch meine Würmchen drinnen,
Sonst nimmt sie mir der Andere“!

Polizei, dein Freund und Helfer…

…vor allem Freund der (Schwer-) Verbrecher

Irgendwie sehe ich unsere Beschützer in letzter Zeit mit anderen Augen…
Erst in Köln, wo es in der Sylvesternacht angeblich zu keinen Vorkommnissen gekommen sei und nun geht man mit einem Serienvergewaltiger in die Kneipe und trinkt Bierchen.
Halloooo?
Und plötzlich was er weg. Hat sich aus dem Staub gemacht mit 400€ und vielleicht hat er schon sein nächstes Opfer in seiner Gewalt.
Sicherheitsverwahrung… da frage ich mich doch, warum so ein Typ überhaupt Ausgang bekommen darf! Solche Leute gehören weggesperrt- eben in Sicherheitsverwahrung! Und nicht auch noch zum Bierchen trinken in die Eckkneipe!
Wo sind wir denn? Frage ich mich schockiert.
Die Exekutive macht mir im Moment echt Angst.
Klar, Personalmangel… aber das hat nichts mit der Kneipentour der Saufkumpels zu tun!
Oder was meint ihr?

 

fahndung  vergewaltiger

AACHEN/KÖLN. In einem Kölner Brauhaus ist am Mittwoch einem gefährlichen Sexualstraftäter die Flucht gelungen. Es handelt sich nach Angaben der Kölner Polizei um den 58-jährigen Peter Breidenbach, der sich in der Aachener Justizvollzugsanstalt (JVA) in Sicherungsverwahrung befand.

Um die Mittagszeit konnte Breidenbach demnach einen angeblichen Gang zur Toilette nutzen, um während eines Ausgangs seinen zwei Bewachern zu entkommen. Die Fahndung nach dem als gefährlich eingestuften Mann läuft auf Hochtouren. Bis zum Abend fehlte von ihm jede Spur.

Der Flüchtige ist nach Angaben von Reina Blikslager, Leiterin der Aachener JVA, wegen mehrfacher Vergewaltigung verurteilt. Er verbüßte von 1991 bis 1999 eine Freiheitsstrafe, seit 1999 befindet sich der Mann in Sicherungsverwahrung, weil von ihm weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgehe. Er soll eine kurze Therapie gemacht haben, weitere therapeutische Angebote jedoch abgelehnt haben.

Wie Blikslager weiter mitteilt, stammt der Mann aus Köln. Daher wurde er dort jetzt in Begleitung von zwei Beamten ausgeführt – es war nach Angaben der JVA-Chefin bereits dessen neunte Ausführung seit Juni 2014. Diesmal nutzte der Mann den Besuch eines Brauhauses in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs, um zu entwischen.

Der Mann ist nach Angaben der Polizei etwa 1,88 Meter groß, hat eine schlanke Statur und einen Oberlippenbart. Er war bekleidet mit schwarzen Springerstiefeln, einer khakifarbenen Cargohose, einem blauen Bundeswehrpullover ohne Emblem und einer hellblauen Weste. Er ist Diabetiker und auf Insulin angewiesen. Als wie gefährlich der Flüchtige eingestuft wird, verdeutlicht der Appell der Kölner Polizei an die Bevölkerung, den Mann nicht selbst anzusprechen, sondern umgehend den Notruf 110 zu wählen.

JVA Aachen: Serienvergewaltiger flieht in Köln – Lesen Sie mehr auf:
http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/jva-aachen-serienvergewaltiger-flieht-in-koeln-1.1273698#plx1905742882

Mein liebes Aschaffenburg

 Ganz Deutschland nimmt Viagra, nur die Aschaffenburger sind stolz auf ihre Schlappen Seppl. Aschaffenburg ist die Hauptstadt des Untermain, eine Gegend, die eigentlich zu Unterfranken gehört, in der man einen Dialekt spricht, der sich am Mainzerischen orientiert, die sich aber mit Leib und Seele dem Freistaat Bayern verschrieben haben. Wohl nirgendwo sonst findet man in den Schrebergärten so viele bayerische Fahnen. Und wohl über keine Stadt gibt es so eine schreckliche Hymne der Jacob Sisters. Ob Aschaffenburg wohl dagegen geklagt hat? Schalten wir lieber das Radio an, in Aschaffenburg empfängt man nämlich den Electro-Sender aus Baden-Württemberg, Sunshine-Live.DSCN0092

Beginnen wir unsere Tour durch die historische Altstadt. Wir kommen an putzigen Fachwerkhäusern vorbei, die Metzger verkaufen auf den Straßen eine würzigere Variante des Wienerles. Ganz mittelalterlich bis renaissance-mäßig kommt die Stiftskirche St.Peter und Alexander daher. Der Kreuzgang kann was. Schließlich laufen wir am Main entlang. Neben uns das von Ludwig I. erbaute Pompejanum, eine Villa mit Mainblick, nachempfunden den Ausgrabungen Pompejis. Dann betreten wir endlich den Platz des wuchtigen Schlosses Johannisburg, das Wahrzeichen Aschaffenburg.

 

DSCN0084 - Kopie

Das wurde vom Mainzer Fürstbischof als Sommerresidenz errichtet. Und der brachte auch gleich seine ganze Entourage mit, weshalb die Ascheberscher von sich behaupten, sie hätten den Mainzer Dialekt. Nie und nimmer darf man sagen, die Leute würden hier hessisch reden. Einer meiner Schüler in Aschaffenburg schrieb mal im Unterricht Beischtstuhl an die Tafel (jawohl mit sch). Ich, etwas belustigt und resigniert: „Schreibs auf deutsch hin, nicht auf hessisch.“ Er, aus allen Wolken fallend: „Hessisch? Wollnse misch belaidigen?“

Das Schloss selber ist durchaus empfehlenswert, es beherbergt einen Gutteil der bayerischen Staatsgemäldesammlung sowie die für jeden Antiken- und Architekturfanatiker hochinteressante Sammlung aus dem 18. Jh. an Korkmodellen antiker Bauten (ohne Witz jetzt, die schauen wirklich toll aus).

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Verlassen wir die Stadt für einen Ausflug in den Spessart. Ganz in der Nähe des Ortes Mespelbrunn liegt mitten im Wald das Gasthaus „Hohe Wart“. Fachwerk, mit eigener Brauerei, so stellt man sich das Wirtshaus im Spessart vor. Der Biergarten ist recht schön, man sollte allerdings vor den Wespen aufpassen. Das Essen ist eher zünftig, das Bier schmeckt durchaus frisch, das Dunkle kann dagegen an einem warmen Tag müde machen, schlecht, wenn man noch viel wandern muss.

Schloss Mespelbrunn, den älteren Semestern vielleicht noch von Briefmarken bekannt

Durch den Wald geht’s wieder zurück, Schloss Mespelbrunn wartet. Nach dem Wald kommen grüne Wiesen mit Kühen drauf, so eine Szenerie kennt man sonst nur aus den Alpen. Der Ort Mespelbrunn ist eher ein Straßendorf, aber ein eeeeeeeeeeeewig langes. Viel Fachwerk findet man hier nicht, eher Häuser der 60er und 70er Jahre, als dort noch viele Leute ihre Ferien verbrachten. Endlich kommen wir zum Schloss. Von außen kostet die Besichtigung nichts, aber die Führung innen schon. Die lohnt sich aber, denn das Schloss ist in einem noch sehr ursprünglichen Zustand, Teile davon werden von der Adelsfamilie bewohnt. Brutal wird aber der Rückweg, denn das Auto steht am ganz anderen Ende des Ortes, und dann noch den Berg rauf, entlang eines Kreuzweges, den zu begehen durchaus fromm machen kann (er ist auch sehr schön gestaltet).

Auf die Tube, ab nach Aschebersch. Wir gehen in die älteste und traditionsreichste Wirtschaft der Stadt, den Schlappe Seppl. Der sitzt hier seit 1631. Oder besser: Er saß. Denn obwohl aus diesem Haus das berühmteste Bier Aschaffenburgs stammt, und obwohl das Wirtshaus so heißt wie das Bier, serviert man hier: Faust Bier aus Miltenberg (Motto: International völlig unbekannt. National eher zweitrangig. Regional der Hammer). Ja wo gibt’s denn so was? Schenkt man demnächst im Münchner Hofbräuhaus Becks aus? Hintergrund: Der Betreib
er des Wirtshauses hat sich mit der lokalen Brauereidynastie verkracht, zu der auch Schlappe Seppl gehört. Wir waren aber noch da, als es noch den Seppl gab, ein wunderbares Bier in einem wunderbar urig-städtischen Wirtshaus. Etwas früher kommen, die Plätze im vorderen Teil sind gemütlicher als hinten im alten Sudhaus. Hier haben übrigens auch schon die beiden FAZ-Karikaturisten Greser&Lenz ihre Werke erstellt. So gab es ganze Sammelreihen von Bierdeckeln mit ihren Zeichnungen.

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Was kann man später noch machen? Z.B. am Abend durch das Schönthal marschieren und ins Hofgarten Kabarett Theater gehen. Die Zentrale von Urban Priol. Ich konnte da einmal auf der Bühne stehen und muss sagen, die Ascheberscher gehen als Publikum richtig mit, holla die Waldfee. Fazit: Die Mainzer Mentalität der unterfränkischen Untermain Bayern basst scho. Und natürlich babbeln die Ascheberscher net uff hessisch!

 

 

 

 

(Text geklaut on https://bavaritas.wordpress.com/safari-ins-schonste-land-der-welt/unterfranken/aschaffenburg/ Fehler von mir ausgebessert 😉 Bilder  von mir) )

Statistiken- und was man davon halten sollte

Liebe Leserschaft,

heute mal ein ganz anderes Thema… (geklaut/inspiriert von Unerhörte Worte)

bevor ich loslege, will ich noch mal betonen, dass für mich alle Asylanten aus wirklichen Kriegsgebieten herzlichst willkommen sind!

Nun geht es hier um eine Statistik der „Welt Am Sonntag“.( quelle: Focus.de)

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BeimTaschen- und Gepäckdiebstahlhat die Bundespolizei auf den Bahnhöfen und Anlagen derDeutschen Bahneinen hohen Anteil nordafrikanischer Tatverdächtiger festgestellt. Nach Informationen der„Welt am Sonntag“wurden im vergangenen Jahr 1399 Tatverdächtige aus den nordafrikanischen Staaten polizeilich registriert. Das entspricht rund 46 Prozent aller in diesem Deliktsbereich festgestellten Tatverdächtigen, teilte die Bundespolizei auf Anfrage mit.

Den ersten Platz in dieser Polizeistatistik belegen laut „Welt am Sonntag“Algeriermit 765 Verdächtigen, gefolgt von den Marokkanern (473). Auf dem dritten Platz stehen Deutsche (430). Syrer verübten demnach vergleichsweise wenige Taten, nur 80 Verdächtige in diesem Kriminalitätsbereich, gefolgt von Tunesiern (81), Libyern (44) und Ägyptern (36).

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Und was können wir aus dieses Statistik heraus lesen?
Das man Hosen mit Schuhen vergleicht: von 80 Millionen Deutschen sind 430 Tatverdächtig. Und von ca. 500.000 Syrer sind  80 Tatverdächtig.
WEN will man denn mit solchen Statistiken für dumm verkaufen? Die werte Wählerschaft? Kommt so etwas von unseren Politikern?
Was meint ihr dazu?