Jobcenter und Wohngeldstelle (die gefühlte No 123)

Es hat ja alles so schön angefangen…

Ich würde meine Miete gezahlt bekommen… nein, bekomme ich nicht. Sie hat vergessen den Unterhalt meines Exmannes einzurechnen. Sch*** Naja, alles in allem 116€ / Monat. Das ist ja auch okay und reicht mir- eigentlich.

Nun sollte ich mich aber doch an die Wohngeldstelle wenden, weil ich dort wahrscheinlich mehr Geld bekommen würde. Auch gut- abgesehen, dass es erst hieß: Wohngeldstelle ja, nein und jetzt doch ja.

Also ging ich mit all meinen Unterlagen, nebst aktuellen Kontoauszügen zur Wohngeldstelle. Alles okay, bis sie meine Auszüge sah:
Mein Exmann hatte mir 3 Monate keinen Unterhalt gezahlt und das dann alles auf einmal überwiesen. Aber nun habe ich für Juni ja viel zu viel Geld!!! Also gibt es für Juni erstmal gar nichts.
Und weil ich ja dann 3 Monate sehr wenig Geld hatte (ich habe zum Glück Rücklagen- wenn auch nicht viel, aber ich konnte es ausgleichen) will die Gutste nun bis zum 8. Juli alle Kontoauszüge von April bis zum Juli sehen.

Leider habe ich meine Auszüge bis Mai schon entsorgt (ja macht man nicht, aber ich war im Aufräumwahn), also fehlen mir der April und der Mai… So habe ich bei der SERVICE- Hotline der Deutschen Bank (schreibe ich extra, dass Ihr es alle wisst!) an um mir die Kontoauszüge schicken zu lassen. Nach ewigem Kontonummer- Aufsagen wurde ich weiter geleitet zu einem Mann, der mir nett erklärte, dass ich 4,-€ pro Seite bezahlen müsse. „4,-€?!“ schrie ich ins Telefon (der arme Mann, aber ich konnte mich nicht zurückhalten)
Er meinte dann, ich solle mein Glück in der Filiale direkt versuchen und mein hübschestes Lächeln auflegen und fragen, ob sie mir die Auszüge so ausdrucken würden…

DAS nenne ich mal SERVICE… 4,-€… die haben doch nicht mehr alle Zacken in der Krone… das wären dann mal locker 80,-€…

Zirkus und Maxis Lieblingslied :-)

 

Unglaublich, aber wahr! Wir haben 3/4 der ganzen Vorstellung gesehen- dann wurde es Maxi doch zu viel. Aber das war auch okay, bei 2 1/4 Stunden Vorstellung…

Obwohl ich eigentlich ein Zirkusgegener bin, gefiel mir die Vorstellung des Zirkus Voyage ganz gut.
Maxi fand eine Performance einer jungen Frau besondern toll, bei der dieses Lied gespielt wurde- sein neues Lieblingslied. Mein Sohn hat einen super Musikgeschmack- wie Mama 🙂

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Dieses war die Performence. Erst hing sie an einem Netz über dem Pool, machte weit über der Manege Kunststücke um dann in den Pool zu springen.

Hier noch einpaar Eindrücke der Show- leider sind nur ganz wenige Bilder etwas geworden, so dass ich Euch nur wenig wiederspiegeln kann. 😦

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Weiße Tieger

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Hier springt gerade ein weißer Tieger

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Man kann sich ja über Tiere in der Manege streiten- ich bin da auch kein Befürworter. Aber in der Pause konnten wir uns von der guten Unterbringung der Tiere überzeugen.

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Dieses Kamel habe ich gestreichelt 🙂

Jobcenter 3. Akt

Da ich ja mein ALG1 mit ALG2 aufstocken muss, habe ich mich heute frisch und frei an das Ausfüllen des Antrages gemacht…

Oje… 2 Stunden später saß ich immer noch brütend über KI, UH1 und VM (nur Beispiele, da gibt es noch viel mehr)

Die IBAN meines Paypalkontos, IBAN meines Vermieters und einiges mehr musste ich in Erfahrung bringen… jetzt fehlt nur noch eine Versicherung, aber  mein Versicherungsfritze war heute nicht zu erreichen.

Warum muss  ich nochmal alles schriftlich machen, wofür ich letzte Woche einen Termin beim Jobcenter hatte? Das ist doch schon Hohn- ich komme mir ein bisschen veräppelt vor.

Jobcenter die 1te und 2te

Am Samstag erhielt ich endlich meinen Bescheid für mein bescheidenes Arbeitslosengeld 1 … ja, es ist eine bescheidene Summe, wenn man bedenkt, wie lange ich schon eingezahlt habe… ach egal, ich darf mich nicht ärgern- so sind die Gesetze eben und wenn man vorher Teilzeit gearbeitet hat (wegen Kind) braucht man sich nicht zu wundern, wenn man eben nur wenig Geld bekommt.

Trotzdem war ich jetzt so dreist und habe mich ans Jobcenter gewandt um mein Miniminieinkommen aufzustocken.
Vorgestern war ich also dort… Psychodelische Stimmung herrscht da. Echt komisch!
Ich begrüßte die sichtlich gestresste Dame mit einem breiten Grinsen und einem stimmigen „Guten Morgen!“ und aller Augen ruhten auf mir. Sogar die 80% der Männer mit neusten Handys in der Hand schauten auf. Ein Sicherheitsmann begutachtete das treiben an der Anmeldung. Nachdem ich meine Nummer gezogen hatte wurde ich auch gleich aufgerufen. Gerade als ich mein Anliegen vortragen wollte, drängelte sich ein Mann mit schickem Handy vor und wollte etwas fragen. Da wurde meine Dame aber ganz schnell unhöflich und wies ihn auf Abstand hin und dass man wartet, das sei so in Deutschland.

Ich wurde dann aufgerufen und mir wurde ein Termin für heute gegeben.

Heute war die Stimmung dort noch psychodelischer… Männer mit ihren teuren Handys saßen und warteten, während ich (Frau) einfach zu meinem Termin durchging. Die Blicke sagten alles, aber ich kann ja nix dafür.
Heute wurde von einer sehr netten Frau geprüft, ob ich Anspruch auf ALG2 (Aufstockung) habe- und ja, habe ich *freu* Allerdings kann es sein, dass wir in eine billigere Wohnung ziehen müssen- aber das wird noch entschieden und ich werde dann irgendwann einmal dazu vorsprechen müssen.

Die Frau war wirklich sehr nett, ließ sich viel Zeit und schaute sogar in Büchern nach, ob mir durch Maxis Pflegestufe nicht noch mehr Geld zusteht. (Ja, weil er ein G im Behindertenausweis stehen hat.)
Ausgeschimpft wurde ich auch noch von ihr, weil ich erst jetzt komme und nicht schon eher- hätte ich doch schon vor einem Jahr Anspruch gehabt…

Warum Paulchen per Kaiserschnitt auf die Welt kam.

Oder: Der schlimmste Tag meines Lebens.

Ich hatte bei Paulchens Geburt einen Wunschkaiserschnitt- und ich stehe dazu.
Auch wenn es wirklich 6 Wochen dauerte, bis ich wieder schmerzfrei aufstehen konnte… Das Schlimmste aber an dem Kaiserschnitt war, dass Paulchen danach künstlich beatmet werden musste- das hat mit am meisten weh getan!

Doch aus welchem Grund habe ich das meinem Kind und mir angetan?

Maxi kam auf natürlichem Wege zur Welt- naja, fast zumindest.
Wir wohnten damals noch in Limburg. Dort absolvierte ich auch den „Hechelkurs“ im Limburger Krankenhaus. Alles tiptop! Die Kreissaalbesichtigung, die Erklärungen der Hebammen- alles traumhaft!
Nun kam also die Nacht des 08.08.2009 und meine Fruchtblase platze. Sofort fuhren wir ins Krankenhaus. Als erstes wurde ich von einem sehr barschen Arzt mit dem Ultraschall untersucht. Es war Samstag Nacht und es handelte sich um einen Orthopäden, der nicht verstand, warum ich Wehen wegatmen musste und er mit seiner Untersuchung so lange warten sollte. Als nächstes ging es in ein  Wehenzimmer. Dort wurde ich untersucht und es ging in die Badewanne- nicht für die Geburt, sondern um den Prozess zu beschleunigen. Das klappte auch und um 5 Uhr konnten wir in den Kreissaal, wo der Alptraum begann:
2,5 Stunden hatte ich Presswehen! Mal bekam ich Wehenhemmer, dann wieder Wehenförderer… aber eine PDA, um die ich gebettelt habe, gaben sie mir nicht. Ich habe dann geschrien und geflucht, geweint und gebettelt- da ging die Hebamme Frühstücken.
Als sie zurück kam, waren meine Vitalwerte und das CTG sehr verschlechtert. Ich hatte auch keine Wehen mehr.
Plötzlich kam Leben in die Bude: Da waren auf einmal zwei Ärzte da und die ließen die Vakuumglocke holen. Alles musste sehr schnell gehen und ging es auch zum Glück… Nach 2,5 Stunden hatte der Horror ein Ende und ich hielt mein Mäxchen in den Armen.

Später, bei der Nachuntersuchung, erklärte mir der Frauenarzt, dass das Limburger Krankenhaus berühmt für seine vielen natürlichen Geburten ist und dass sie die Statistik um jeden Preis halten wollen…

Danke auch…

Dank Euch hatte ich mehrere Panikattacken während meiner Schwangerschaft mit Paul. Dank Euch ist Paulchen nicht auf natürlichem Wege auf die Welt gekommen…
Dank Euch habe ich immer noch Schwierigkeiten, dies hier alles aufzuschreiben!

Ich war ein „dreckiger Vegetarier“ :-)

 

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Es war einmal vor laaanger Zeit…
Ich arbeitete in einer Metzgerei und die Arbeit machte mir viel Freude. Wir hatten als Mitarbeiter ein „offenes Buffet“ und konnten uns Bedienen, wenn wir hungrig waren. Dem entsprechend hatte ich damals noch einpaar mehr Kilos auf den Rippen, als ich jetzt habe.
Eines schönen Nachts bekam ich plötzlich einen schrecklichen Juckreiz am ganzen Rücken. Mit einer Gabel (ja, ich weiß…) kratze ich mir den ganzen Rücken blutig. Selbst verständlich ging ich am nächsten Tag zu meinem damaligen Hausarzt und bekam erstmal eine Cortisonsalbe und eine Überweisung zum Hautarzt.
Die Hautärztin machte einen Allergietest (den ganz einfachen Pricktest) denn mein Juckreiz hatte sich mittlerweile über meinen ganzen Körper ausgebreitet und es bildeten sich immer Wasserbläschen (sah aus wie Mückenstiche) und verschrieb mir ein starkes Antihistaminika.
Der Allergietest zeigte 63 Lebensmittelunverträglichkeiten an. Laut Ärztin musste einer der Ausschlaggeber für meine Urticaria (Nesselsucht) sein.
Ich ließ sämtliche 63 Lebensmittel weg und aß nur noch Reisplätzchen mit Honig.
Ich war am verzweifeln…. das Antihistaminika sollte ich nur nach Bedarf nehmen, doch den hatte ich täglich. Die Ärztin meinte immer nur: nicht so viele Tabletten nehmen und da müsse ich durch!
Sogar bei einem Heilpraktiker war ich, der mir eine Phosphorallergie diagnostizierte und mir grüne Äpfel verbot (und einiges mehr)
Bis ich eines Tages durch Zufall in der Praxis meiner Hautärztin mitbekam, dass eine Frau nach Darmstadt in die Hautklinik überwiesen wurde. Und genau darauf sprach ich dann die Ärztin an: Könnte sie mich nicht auch in die Allergiesprechstunde nach Darmstadt überweisen? Ja, sie tat es.
Nach knapp zwei Jahren fuhr ich mit Bahn und Bus nach Darmstadt in die Allergiesprechstunde und klagte mein Leid. Ich wurde für eine Woche stationär aufgenommen und bekam eine „Leerdiät“ verordnet. Das bedeutete: Kartoffeln, Reis und Salz. Mehr nicht. Dabei wurden mir dann sämtliche Sorten Wurst und Fleisch auf den Rücken geklebt- 3 Tage lang… Leute, ich roch gut… 🙂 Und der Rücken juckte so stark, dass ich Nachts nicht schlafen konnte!
Und heraus kam: Eine tierische Protein Kontaktallergie.
So. Nun stand ich da und musste meinen Job kündigen. Doch genau an dem Tag, als ich aus der Hautklinik entlassen wurde, stand in der Zeitung ein Stellengesuch für einen Biomarkt (Käsetheke) und darauf bewarb ich mich und bekam die Stelle.
Ich wurde Vegetarierin (zwangsweise) und ernährte mich fortan sehr gesund. Zum Glück vertrug ich Käse und Butter.
7 Jahre arbeitete ich dort und wurde sogar stellvertretende Marktleiterin. Das war eine sehr schöne Zeit. Meine Chefin nannte mich immer eine „dreckige Vegetarierin“ weil ich ja nicht aus Überzeugung fleischlos lebte.
Leider zogen wir dann nach Limburg und ich wurde (zum Glück) mit Maxi schwanger. In der Schwangerschaft vertrug ich noch kein Fleisch (ich testete natürlich immer wieder, denn Allergien können ja auch weg gehen) Doch nach Maxis Geburt aß ich dann mein erstes Steak. Schön blutig und es schmeckte wie… ach, es war einfach superlecker!

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