Mal wieder Zahnarzt…

Wie ein Gefangener der zu seiner Hinrichtung auf den Marktplatz zur großen Goullotine schreitet, schleppte ich mich heute früh zum Zahnarzt. Heute sollte also der Tag der Wurzelbehandlung sein… bestimmt macht er eine! (dachte ich) Denn bei meinem letzten Besuch sagte er: „In vier Wochen, wenn er immer noch schmerzt,  machen wir eine Röntgenaufnahme und wenn er entzündet ist, wird eine Wurzelbehandlung gemacht.“
Schmerzen hatten sich nicht gebessert, also war ja klar, dass da eine Entzündung sein musste.
Ich nahm also meine Tavortablette (ohne die ich nicht zum Zahnarzt könnte) und harrte den Dingen, die da kommen mochten.
Die Helferin bat mich sogleich in die Röntgenkabine.wo sie eine Aufnahme meines Backenzahns machte. Kaum saß ich wieder im Behandlungszimmer, kam auch der Arzt herein und frohlockte: „Das ist ein wunderschöner Zahn! Keinerlei Anzeichen einer Entzündung!“ Er erklärte mir noch, woran man genau erkennen könnte, wenn ein Nerv entzündet sei und das bei mir nix ist.
DOCH EINBILDUNG???? Aber ich habe doch Schmerzen!
Zum Glück konnte er mir die Sache verständlich erklären: Er hatte den Zahn schief abgeschliffen und dabei kam es zu ungleichmäßiger Belastung und dadurch zu den Schmerzen.
Also schliff er den Übeltäter noch ein ganzes Stück runter und gab dem Zahn nochmal eine Frist von 14 Tagen.
Leute, drückt mir die Daumen!!!

Im Nebel (Hermann Hesse)

DIeses Gedicht haben wir in der dritten Klasse gelernt und natürlich nicht den Sinn dahinter verstanden… Lehrplan eben…

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, Im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.
November 1905

The „worst case“ (oder auch Supergau)

Wie ich Euch die letzte Zeit berichtete, habe ich Probleme mit meinen Zähnen und dies ist bei mir mit einer Angststörung verbunden, so dass eine Kleinigkeit zu einem Horror für mich wird.

Kurzgefasst:
Erst eine Zahnfleischentzündung (3 Sitzungen beim Zahnarzt)
Schmerzen gehen nicht weg (2x beim Zahnarzt)
Nichts gefunden.
Zahnarztwechsel, geröngt, Karies unter Füllung, Füllung erneuert.
Füllung zu hoch, Schmerzen beim Zubeißen, zum Abschleifen zum Zahnarzt

Nun: Wenn die Schmerzen beim Draufbeißen nicht innerhalb von einer Woche weg sind, dann gibts eine Wurzelbehandlung.

WORST CASE!!!

Ich flippe aus!

Ich hasse meinen alten Zaharzt dafür! Wenn er gleich eine Röntgenaufnahme gemacht hätte, wäre es jetzt bestimmt nicht soweit gekommen! Das Schlimme ist, dass ich mir nun so einen Kopf um diesen Mist mache, dass ich mir Schmerzen auch einrede. Ja, ich habe eine AngstSTÖRUNG und ticke dies bezüglich nicht klar.
Ich gehe nun täglich die Hölle durch, bekomme stündlich fast eine Panikatacke…
Und wenn mir jemand sagt: „Das ist nicht schlimm, tut auch nicht weh…“ Das weiß ich ja. Ich weiß auch nicht, warum mein Hirn sich so verknotet (doch- Geburtstrauma von meiner ersten Geburt) Aber es ist ein Drama und ich hoffe, dass ich endlich mal damit klar komme- OHNE medikamentöse Hilfe! Denn meine Notfalltabletten (Lorazepam) kann ich auch nicht immer nehmen und mir damit den Verstand wegblasen…

Zum Kotzen!

Von Wegen: Eingebildet!!!

Ich habe heute meinen Zahnarzt gewechselt.
Nachdem mir mein alter Zahnarzt 4 mal sagte, dass ich mir meine Zahnschmerzen nur einbilde, bin ich zu einem Anderen gegenagen.

Geröntgt und schwupp, Übeltäter entlarvt: Bisschen Karies unter einer alten Füllung. Kurz gebohrt, schnell gekittet…

Hurra! Ich bin befreit!!!! 😀 😀 😀

….aber ich habe Hunger und einen tauben Mund 😦

Entzugserscheinungen

Super.

Letzte Woche hatte ich eine Zahnfleischentzündung. Die habe ich so alle 3 Monate und dabei tut mir der halbe Unterkiefer schmerzen. Also war ich drei mal bei meinem Freund dem Zahnarzt.
Nun habe ich ja eine Angststörung, was Zahnarzt und Zähne betrifft. Meine Psychotherapeutin und mein Psychiater sind sich einer Meinung, dass dies von einem Geburtstrauma her rührt und ich die Gerüche, das „Ausgeliefert sein“ eben mit dieser Geburt assoziiere. (richtig geschrieben?)Also brauche ich für jeden kleinsten Zahnarztbesuch Tavor. Anders kann ich die Praxis nicht betreten.
Jetzt könnt ihr euch schonmal ein Bild machen, wie es mir die letzte WOche erging

Nun habe ich aber immer noch Zahnschmerzen. Meine Psychotherapeutin meint, es seien Entzugserscheinungen wegen der Medikamentenumstellung. Quasi ist das eine Medikament nun abgebaut und das Neue noch nicht richtig aufgebaut, so dass meine Psyche im Moment nicht cool gestellt ist und sich wieder über die Zähne bemerkbar macht.
Gestern war ich nochmals beim Zahnarzt (der zum Glück sehr verständnissvoll ist) und er hat mir nochmals alle Zähne untersucht und versichert, dass die Blomben alle bombenfest sitzen und ich keinerlei Löcher habe. Trotzdem bleibt die Angs und der Zweifel in meinem Nacken…

Ach Sch***! Ich wäre so gerne wie Andere auch!

Endlich neue Tabletten!!!

Heute früh war ich beim Arzt und hab mein Leiden mit dem Gewicht beklagt.

Zum Glück ist meine Ärztin sehr einfühlsam (nicht wie mein Psychiater) und sofort hat sie mir andere Tabletten mit gleicher Wirkung aufgeschrieben. Einzigster Unterschied- außer dem Wirkstoff: Kein erhöhtes Hungergefühl und keine Gewichtszunahme! Mensch bin ich glücklich!

Eigentlich bin ich wirklich glücklich… oder sollte es sein.

Mein Leben läuft eigentlcih wirklich rund.

Mein Autistensohn kommt in die Schule. Er ist noch in der Kita und sehr glücklich dort. Mein kleiner Sohn Paul (fast 4 Monate) entwickelt sich prächtig. Mein Lebensgefährte und ich sind ein super Team, wenn es um die Kinder geht und auch so kommen wir prima zurecht.

Ich müsste eigentlich glücklich sein… sehr glücklich sogar.

Bin ich glücklich?

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Ich kann meine Gefühle selbst nicht beschreiben oder deffinieren, weil es sich stündlich ändert. Richtig unglücklich bin ich- dank der Tabletten- nicht mehr. Aber so unbeschwert wie ich früher war, kann ich im Moment nicht sein. Ich weiß zwar, dass es an den Depressionen liegt und dieser miesen Wochenbettdepression. Aber ich kann es nicht ändern.

Es ist einfach so wie es ist: Ich genieße die Zeit in der ich „gut drauf“ bin und hoffe immer, die schlechten Zeiten gehen ganz schnell vorbei…