Back again!

Hallo liebe Leserinnen und liebe Leser,

tut mir leid, dass ich die letzten Wochen nicht gepostet habe, aber mir ging es psychisch echt nicht gut…
Habe jetzt neue Tabletten bekommen und hoffe, dass jetzt wieder alles besser wird. (Ziemlich tiefes Tief gehabt)

Ansonsten ist alles beim Alten: Paulchen hatte wieder mal ne Bindehautentzündung und Maxi… ja Maxi macht mir einpaar Sorgen, aber davon später mehr.

Liebe Grüße an meine Lieben ❤

Warum Paulchen per Kaiserschnitt auf die Welt kam.

Oder: Der schlimmste Tag meines Lebens.

Ich hatte bei Paulchens Geburt einen Wunschkaiserschnitt- und ich stehe dazu.
Auch wenn es wirklich 6 Wochen dauerte, bis ich wieder schmerzfrei aufstehen konnte… Das Schlimmste aber an dem Kaiserschnitt war, dass Paulchen danach künstlich beatmet werden musste- das hat mit am meisten weh getan!

Doch aus welchem Grund habe ich das meinem Kind und mir angetan?

Maxi kam auf natürlichem Wege zur Welt- naja, fast zumindest.
Wir wohnten damals noch in Limburg. Dort absolvierte ich auch den „Hechelkurs“ im Limburger Krankenhaus. Alles tiptop! Die Kreissaalbesichtigung, die Erklärungen der Hebammen- alles traumhaft!
Nun kam also die Nacht des 08.08.2009 und meine Fruchtblase platze. Sofort fuhren wir ins Krankenhaus. Als erstes wurde ich von einem sehr barschen Arzt mit dem Ultraschall untersucht. Es war Samstag Nacht und es handelte sich um einen Orthopäden, der nicht verstand, warum ich Wehen wegatmen musste und er mit seiner Untersuchung so lange warten sollte. Als nächstes ging es in ein  Wehenzimmer. Dort wurde ich untersucht und es ging in die Badewanne- nicht für die Geburt, sondern um den Prozess zu beschleunigen. Das klappte auch und um 5 Uhr konnten wir in den Kreissaal, wo der Alptraum begann:
2,5 Stunden hatte ich Presswehen! Mal bekam ich Wehenhemmer, dann wieder Wehenförderer… aber eine PDA, um die ich gebettelt habe, gaben sie mir nicht. Ich habe dann geschrien und geflucht, geweint und gebettelt- da ging die Hebamme Frühstücken.
Als sie zurück kam, waren meine Vitalwerte und das CTG sehr verschlechtert. Ich hatte auch keine Wehen mehr.
Plötzlich kam Leben in die Bude: Da waren auf einmal zwei Ärzte da und die ließen die Vakuumglocke holen. Alles musste sehr schnell gehen und ging es auch zum Glück… Nach 2,5 Stunden hatte der Horror ein Ende und ich hielt mein Mäxchen in den Armen.

Später, bei der Nachuntersuchung, erklärte mir der Frauenarzt, dass das Limburger Krankenhaus berühmt für seine vielen natürlichen Geburten ist und dass sie die Statistik um jeden Preis halten wollen…

Danke auch…

Dank Euch hatte ich mehrere Panikattacken während meiner Schwangerschaft mit Paul. Dank Euch ist Paulchen nicht auf natürlichem Wege auf die Welt gekommen…
Dank Euch habe ich immer noch Schwierigkeiten, dies hier alles aufzuschreiben!

Mir geht es (fast) gut!

Ich muss sagen, im Moment geht es mir richtig gut! Seit fast 3 Wochen keine Panik mehr, den Zähnen geht es gut und mir (fast) blendend.
Leider nur fast, aber so gut wie im Moment habe ich mich schon seit Paulchens Geburt nicht mehr gefühlt! Leider habe ich immer noch meine nachmittäglichen Durchhänger, in denen ich keine Lust auf gar nichts habe. Aber das geht und vergeht auch immer recht schnell!
Letzte Woche hat mir meine Ärztin nochmal die Dosis der Tabletten gegen innere Unruhe erhöht und das merke ich kolossal!
Hoffentlich geht es jetzt bergauf und dass ich irgendwann die Medikamente drosseln kann- aber das ist wohl leider noch ein kleiner Weg bis dort hin.

Non, je ne regrette rien (Ich bereue nichts)

Non, je ne regrette rien (von Edith Piaf)

Non, rien de rien
Non, je ne regrette rien
Ni le bien qu’on m’a fait
Ni le mal; tout ça m’est bien égal !

Non, rien de rien
Non, je ne regrette rien
C’est payé, balayé, oublié
Je me fous du passé !

Avec mes souvenirs
J’ai allumé le feu
Mes chagrins, mes plaisirs
Je n’ai plus besoin d’eux !

Balayées les amours
Et tous leurs trémolos
Balayés pour toujours
Je repars à zéro

Non, rien de rien
Non, je ne regrette rien
Ni le bien qu’on m’a fait
Ni le mal; tout ça m’est bien égal !

Non, rien de rien
Non, je ne regrette rien
Car ma vie, car mes joies
Aujourd’hui, ça commence avec toi

Quelle

Auch wenn einige Menschen meinen, ich würde einige meiner Entscheidungen in meinem Leben bereuen… nein, ich bereue nichts!
Alles ist gut so wie es ist und musste so sein, um so zu werden, wie es ist!

Eine Zahnfleischentzündung…

…kann höllisch weh tun.

Das weiß ich jetzt auch und nach meinen dritten Zahnarztbesuch innerhalb von drei Wochen gehe ich sprichwörtlich auf dem Zahnfleisch.

Jetzt soll ich 2 Wochen abwarten und wenn es nicht weg ist, wieder kommen.

Super… ICH!
Zähne sind doch mein „körperliches Ventil meiner Depressionen“ und für mich gibt es nichts Schlimmeres, als Schmerzen an den Zähnen. Und auch wenn es „nur“ eine Zahnfleischentzündung ist, so ist es für mich so furchtbar wie… oh Gott, ich kann das nicht beschreiben.
Es ist nicht normal, was da in meinem Kopf vorgeht, aber ich spinne mir dann zusammen, dass es bestimmt etwas viel Schlimmeres ist und der Zahn bestimmt gezogen werden muss…
Das klingt verrückt, ist aber so.

Ich stehe frühs auf und mein erster Gedanke ist: Tut der Zahn wieder weh?
Und sicher spüre ich dann spätestens 15 Minuten später einen Schmerz, wenn ich lange genug mit der Zunge dran rum gedrückt habe.
Und das zieht sich dann den ganzen Tag- nebst schlechter Laune- durch.

Ja, ich bin ein bisschen verrückt und paranoid, was Zähne angeht… 😦

Alles schon wieder rum…

…und der triste Alltag schleicht sich wieder ein…

Heute geht es mir nicht so gut. Obwohl ich mich wahnsinnig freue, dass Maxi heute Abend aus seinem Besuch in Leipzig zurück gekommen ist, geht es mir heute irgendwie psychisch nicht so gut.
Ist alles schon wieder vorbei?
Wochenlang haben wir uns bewusst oder unterbewusst mit dem Thema Weihnachten und Sylvester beschäftigt und obwohl ich anfänglich keine Winterstimmung hatte, bin ich echt traurig, dass die besinnlichen Tage schon wieder vorüber sind.
Jetzt kommt wieder der graue Alltag und es ist einfahc nur öde und ich werde träge.
Ich brauche unbedingt Arbeit!!!!
Ich habe mich ja als Putzfrau beworben- eine vollständige Bewerbungsmappe habe ich abgegeben. Eigentlich witzlos, weil ich noch nie als Reinigungskraft gearbeitet habe und eigentlich nur Zeugnisse aus dem Einzelhandel vorzuweisen habe.
Mir ist egal, was ich arbeite. Hauptsache raus und einpaar Euro dazu verdienen!
Bloß nicht weiter zu Hause hocken und irgendwie immer warten, dass was passiert: Warten, bis ich Paulchen wickel, bis ich ihn füttere (dazwischen mit ihm spielen) warten, bis er wieder aufwacht… warten, bis 16 Uhr, dass Maxi nach Hause kommt, warten, bis es Abendessen gibt und warten, bis beide Kinder im Bett sind um dann selbst ins Bett zu gehen.
Scheiß Leben! Ich muss raus!
Hoffentlich geht die Zeit schnell rum und es ist April. Dann geht Paulchen in die Krippe und ich endlich wieder arbeiten- egal wo, Hauptsache RAUS, RAUS, RAUS!

Depressionen

Ich hasse meine (Wochenbett-) Depressionen!
Und wie sehr… ich kann es nicht beschreiben!
Ich bin so ein glücklicher, unglücklicher, glücklicher, unglücklicher Mensch. Genau das beschreibt es.

Es gibt absolut keinen Grund für mich, unglücklich zu sein. Und dennoch bin ich es. Und sollte ich mal wider erwartend einen guten Tag haben, fängt garantiert mein Zahn wieder an weh zu tun- obwohl er geröntgt wurde und nix hat. DAS nenne ich crazy! Aber dann habe ich wieder etwas zum Grübeln und/oder Panik zu bekommen…
Zum Glück merken es die Kinder nicht- oder besser gesagt: Ich hoffe es oder ich denke, ich kann es gut verstecken.
Meine Medikamente nehme ich. Möchte nicht wissen, wie ich ohne herum hängen würde. Wenn ich- ganz selten- mal eine Einnahme vergesse, dann bemerke ich es spätestens eine Stunde später: Das Gedankenkarussell dreht sich dann wie verrückt und ich grübele über seltsame Dinge. Spätestens dann weiß ich: „Ups, du hast was vergessen!“

Leider verstehen immer noch viele Leute nicht, dass Depressionen eine Krankheit sind. Bei mir ist es vererbt. In der Familie meines Vaters (sowie mein Vater) gibt es gehäufte Fälle von Depressionen: Meine Tante, meine Cousine, meine Oma.
Mein Freund versteht mich nicht. Er sagt es selbst, dass er es sich nicht vorstellen kann. Aber trotzdem ist er sehr lieb und versucht mich zu unterstützen, wenn es mir mal schlecht geht. Oder er versucht mich ganz süß aufzuheitern (was mich natürlich in dem Moment nervt) aber er versucht es ganz niedlich, mich mit Witzen wieder ein wenig fröhlich zu stimmen.

Meine Psychotherapeutin meint, dass ich mich mehr loben müsse und selbst ein wenig mehr lieben sollte…
Ich kann mich aber nicht lieben, solange ich diese schei*** Depressionen habe!

Wenn es mir ganz schlecht geht, möchte ich nur schlafen. Aber das geht ja nicht. Wenn mein Freund da ist, kümmert er sich dann um Paul und ich kann mich eine Stunde hinlegen- oder auch zwei. Mehr geht aber nicht. Und schon gar nicht, wenn Maxi da ist… Dann muss ich funktionieren und für meine Kinder da sein.

Ich bin so froh, dass ich nächstes Jahr wieder arbeiten gehen kann.
Das hat nichts mit meinen Kindern zu tun, oder dass ich sie nicht liebe… im Gegenteil! Ich weiß, dass es mir viel besser geht, wenn ich arbeite. Das ist komisch und merkwürdig. Aber als ich noch (bis zu miener Schwangerschaft) arbeitete, hatte ich zwar auch Depressionen, aber wesentlich leichter und weniger. Panik hatte ich so gut wie nie.
Ich freute mich jedes mal, Maxi von der Kita zu holen und genauso freute ich mich, arbeiten zu gehen.
Nächstes Jahr geht Paul dann in die Krippe und Maxi weiterhin zur Schule bis 16:00 Uhr. Hoffentlich finde ich einen Job, bei dem ich bis 15:00 Uhr arbeiten kann. (Also Frühschicht). Ist im einzelhandel halt leider alles nicht so einfach…